Vergnügen zu Händels Zeiten
26. Mai bis 5. Juli 2009
Anlässlich des Festjahres 2009 zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel (1685-1759) richtet das Kunstforum Halle in seiner neuen Ausstellung gezielt einen Blick auf eine weniger bekannte Epochendarstellung des weltberühmten Komponisten: auf das Vergnügen im Alltag. Die aktuelle Schau macht deutlich, dass die barocke Spielkultur den Alltag aller Gesellschaftsschichten berührte. Die Ausstellungskonzeption entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Spielforschung an der Universität Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Ass. Prof. Dr. Rainer Buland.
Illustrierte Darstellungen, Spielpläne, Brettspiele und Dokumente aus der Zeit um 1700 zeigen exemplarischSpiele zu Händels Lebzeiten, die nachweisbar in allen Haushalten zu finden waren. Zusätzlich verleihen u.a. originale Tarockkarten, ein Französisches Blatt, Lehrspiele und Jetons aus dem Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen dieser kulturtheoretischen Aufarbeitung einen besonderen und authentischen Charakter.
Gegliedert in vier Themenkomplexe präsentiert das Kunstforum Halle anhand anschaulicher Exponate die Vielfalt des amüsanten Zeitvertreibs. Schon zu Händels Zeiten waren die uns heute bekannten „Kinderspiele“ wie Blinde Kuh, Kreisel treiben oder Drachen steigen ein beliebtes Vergnügen für Kinder. Unter den „Gesellschaftsspielen“wie Karten- oder Brettspiele, zählten das L´ombre, das Gänsespiel und das Eulenspiel mit zu den populärsten Spielen der Barockzeit bei Jung und Alt. Im Themenbereich „Guckkasten“ erfahren die Besucher mehr zu jener Attraktion, die in ganz Europa beliebt war und ein illusionistisches Bild von der weiten Welt verbreitete.
Ein Sonderkapitel verweist auf die in der Barockzeit überaus beliebten „Feuerwerke“.
Ein kleines Büchlein aus dem Jahr 1749 beschreibt jenes Feuerwerk-Spektakel im St. James Park (London), das anlässlich der Feier zum „Frieden von Aachen“ zur berühmten Feuerwerksmusik Händels aufwendig arrangiert wurde. Darüber hinaus bietet die Ausstellung Interessierten die Möglichkeit, selbst Brett- undKartenspiele aus dem 17. und 18. Jahrhundert auszuprobieren.
Eintrittspreise \2,50 €\ 2,00 € Kunden der Saalesparkasse