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KUNST GRENZENLOS
Die längste Leinwand der Welt
5. Juni bis 29. Juli 2007

Künstler, Sprayer, Stadtneurotiker - sie alle nutzten die Berliner Mauer bis zu ihrem Fall als Leinwand. Nach 1989 wurde sie demontiert und in einer Kunstauktion 1990 in Monte Carlo als wertvoller Kunstschatz in die ganze Welt versteigert.

Von Graffiti, Malerei, Performances und Videokunst reicht das Spektrum jener „kreativen Werkzeuge", mit denen Künstler die Berliner Mauer bis 1989 bearbeiteten. Das bewusste Verletzen von Tabubereichen geschah auf verschiedene Art - etwa fröhlich bunt oder satirisch mit einem Augenzwinkern. Und dann gab es noch jene, die sich weiter wagten in den Grenzstreifen, in die Todeszone. Von dem Gefühl der Angst gesteuert entstanden Werke, die kein ästhetisches Bild an der Mauer, sondern ein authentisches Bild von der Mauer liefern sollten.

Die in der Ausstellung „Kunst grenzenlos" präsentierten Kunstwerke von Kiddy Citny, einem Vertreter all jener Mauerkünstler, die versuchten, die Grenze durch Übermalung zu überwinden, werden ergänzt durch selten gezeigtes Videomaterial unterschiedlicher Kunstauktionen sowie dokumentarische Arbeit des Fotojournalisten Ralf Gründer. Er begleitete Mauerkünstler mit seiner Kamera. Entstanden ist ein beeindruckendes Werk über Künstler und deren Kunst an der Berliner Mauer.

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