1979
in Halle (Saale) geboren
1998
Abitur
1999 - 2001
Töpferlehre bei Andreas Leonhardt in Plauen-Vogtland
1998 - 2007
Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle in der Studienrichtung Keramik bei Prof. Antje Scharfe, Prof. Karl Fulle und Prof. Martin Neubert
2002
Geburt einer Tochter
2007
Diplom für Bildende Kunst an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
Claudia Klinkert lebt und arbeitet in Halle (Saale).
"Nach Aristoteles beschreibt „Zoon politikon" den Menschen als Staaten bildendes, auf Gemeinschaft angewiesenes Wesen. Der Wille zur Staatenbildung ist demzufolge begründet durch den Willen zum Leben, da sich der Mensch, allen Leiden zum Trotz, im Leben Glück und Freunde erhofft. Gemeinschaft ist ein sehr altes Bedürfnis der Menschheit. In der Steinzeit wären die Urmenschen ohne einen gemeinschaftlichen Zusammenhalt nicht überlebensfähig gewesen. Der Herdraum war lange Zeit der einzige Wohnraum, dort nahm der Herd einen zentralen Platz ein. Diese Allgemeingültigkeit hat sich gewandelt. Inzwischen sitzen wir im Wohnzimmer vor dem Fernseher und der Herd steht in der Küche. Ferdinand Tönnies stellte der Moderne die Diagnose des „Gemeinschaftsverlustes" und bezeichnete Gemeinschaft und Gesellschaft als Gegensatzpaar. Ist der heutige Mensch als Zoon politikon ein Auslaufmodell? Welchen Stellenwert hat Gemeinschaft in der heutigen Gesellschaft? Mit meiner Installation versuche ich, eine abstrakte, eigene Vorstellung von Gruppenprozessen zu formulieren, die Gruppe aus verschiedenen und neuen Perspektiven zu betrachten und in Folge dessen neue Einblicke zu gewinnen."
Auszug aus der Diplomarbeit „Zoon politikon" von Claudia Klinkert, 2007