AUSSTELLUNGEN \ RÜCKBLICK
KONTAKT
Jule Claudia Mahn

1981

geboren in Rostock

 

1999

Abitur

 

1999 – 2000

verschiedene Praktika in Leipzig

 

2000 – 2001

Lehramtsstudium für Kunst und Geschichte in Leipzig

 

2001 – 2008

Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale)

Studiengang Malerei / Grafik, Fachbereich Konzeptkunst Buch bei Professor Mechthild Lobisch

 

2004 – 2005

Auslandsaufenthalt in Lettland

Erasmusstipendium an der Art Academy of Latvia

 

2008

Diplom

 

2008

Stipendium der Graduiertenförderung

 

Durch die lettische Kleinstadt Ogre verläuft die russische Transitstrecke zu den Häfen Ventspils und Riga. Unentwegt ist das knallende Geräusch der vorbeifahrenden Güterwaggons zu hören, die Verbindung zwischen Ost und West ist allgegenwärtig.Ich beobachte den Ort. Alltägliche Momente werden als Sichtvermerk gekennzeichnet. Wort und Bild versuchen zu beschreiben, doch am Ende steht fest: Ogre läßt sich nie als Ganzes begreifen. Ist es möglich, das zu benennen, was wir nicht mehr sehen können? Sichtvermerke verweisen auf eine entschwindene Welt, die sich einer kartografischen Objektivierung entzieht. Sie ist der ständige Begleiter einer immerwährenden Umbruchszeit, in der sich der Einzelne auf der Suche nach Zugehörigkeit befindet. Zwanzig Bücher, in ihrer äußeren Erscheinung völlig identisch, werden zusammen mit einer imaginären Landkarte in einem Behältnis verwahrt. Es dient als Archiv.

 

Ich denke daran, was meine lettische Freundin heute morgen zu mir gesagt hat:„Zeit galoppiert, wie ein wildes Pferd.”